Rückblick auf die HV25:

Jetzt ist es soweit.
Wir sind in Bewegung.
Wir sind bereit.

Die Hauptversammlung der Schleswigschen Partei (SP), am Donnerstagabend, dem 8. Mai 2025, war mehr als nur ein formeller Pflichttermin – sie wurde zu einem spürbaren Auftakt für den anstehenden Kommunalwahlkampf in Nordschleswig.
Mehr als 50 stimmberechtigte Mitglieder, zahlreiche Gäste und Vertreter aus Verbänden, darunter der stellvertretende Landesvorsitzende des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), Svend Wippich, fanden sich im Theatersaal zusammen. Der Abend wurde geprägt von starken Reden, klaren politischen Analysen – und einer spürbaren Aufbruchsstimmung.

 

Ein Miteinander, das Brücken baut

Schon zu Beginn betonte Parteivorsitzender Rainer Naujeck die Bedeutung von Zusammenhalt – nicht nur innerhalb der SP, sondern auch über Grenzen hinweg. In einer Zeit globaler Unsicherheiten sei lokales Engagement mehr denn je gefragt.
Ein starkes Zeichen dafür setzte auch der SSW-Vizevorsitzende Svend Wippich, der in seinem Grußwort die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der deutschen Minderheit in Dänemark und der dänischen Minderheit in Deutschland hervorhob. „Es sind gerade die Minderheiten, die wissen, wie wichtig Dialog, Respekt und Zusammenarbeit sind“, sagte er. Diese Partnerschaft sei ein echtes Vorbild für demokratische Kultur im Grenzland – und weit darüber hinaus.

 

Junge Stimmen, neue Kraft

Ein zentrales Thema des Abends war die Rolle der Jugend in der Kommunalpolitik. Mit gleich fünf jungen Spitzenkandidatinnen und -kandidaten geht die Schleswigsche Partei bei der Wahl im Herbst 2025 an den Start:
Dorthe Andresen, Niklas Nissen, Leif Curdes, Lauritz Kley und Anna Lea Leth Schmidt.
Drei von ihnen – Dorthe, Niklas und Leif – stellten sich auf der Bühne in einer lebendigen Podiumsdiskussion den Fragen von Nordschleswiger-Chefredakteur Gwyn Nissen.
Dorthe Andresen berichtete bewegend von ihren Erfahrungen als junge Frau aus der deutschen Minderheit, die 2025 noch immer mit Diskriminierung konfrontiert ist. „Das macht mich traurig – und wütend. Aber es gibt mir auch die Motivation, etwas zu verändern“, erklärte sie. Ihr Ziel ist es, die Kommune Apenrade zu einem Ort zu machen, an dem alle gesehen und ernst genommen werden – unabhängig von Herkunft oder Sprache.
Niklas Nissen betonte, wie wichtig es sei, bestehende Strukturen zu hinterfragen und junge Menschen aktiv einzubinden – etwa durch eine Stärkung des Campus-Rats in Apenrade. Drei Themen liegen ihm besonders am Herzen: mentale Gesundheit, der öffentliche Nahverkehr und ein vielfältigeres Kulturangebot.
Leif Curdes will vor allem Brücken bauen – zwischen Jung und Alt. In Sonderburg, wo er kandidiert, liegt das Durchschnittsalter im Stadtrat bei 56 Jahren. „Das ist nicht repräsentativ. Junge Stimmen müssen mit an den Tisch“, so der 19-Jährige. Leif setzt sich außerdem für eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre und mehr Akzeptanz für Vielfalt in der Gesellschaft ein.
Die Diskussion mit den jungen Kandidierenden war ehrlich, engagiert und auf Augenhöhe – und wurde vom Publikum mit großer Zustimmung aufgenommen.

 

Erfahrung trifft Aufbruch

Neben den jungen Spitzen treten auch profilierte Kommunalpolitikerinnen und -politiker für die SP an – darunter Carsten Leth Schmidt (Hadersleben), Kirsten Bachmann (Sonderburg), Erwin Andresen (Apenrade) und Jørgen Popp Petersen (Tondern). In den Analysen der vier Kommunalvorsitzenden wurde deutlich: Die SP ist gut aufgestellt, arbeitet lösungsorientiert und wird in allen Regionen als verlässlicher Partner wahrgenommen.
In Hadersleben setzt man auf ein starkes, junges Team und möchte die Gelegenheit für neue Allianzen nutzen. In Apenrade rechnet man mit einem dritten Mandat, getragen vom Vertrauen der anderen Parteien. In Sonderburg sieht man sich stabil positioniert – trotz eines unruhigen politischen Umfelds. Und in Tondern hofft man auf einen positiven Effekt durch den beliebten Bürgermeister Jørgen Popp Petersen, der für seine offene, zugewandte Art geschätzt wird.

 

Politik, die nahe ist

Ein Höhepunkt des Abends war die Präsentation des neuen SP-Wahlkampfliedes „Æ Liebeserklärung“. Die Sängerin Liv Asmussen (aus Bylderup Bov und Aalborg) und Produzentin Christina Madsen vertonten ein Gedicht von Rasmus Rhode – und schufen damit eine gefühlvolle Hymne auf das Leben im deutsch-dänischen Grenzland.
Auch konkrete politische Anträge wurden verabschiedet:
– zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls,
– zu klaren Leitlinien für nachhaltige Stadtentwicklung,
– und zu minderheitenpolitischen Grundsätzen, etwa dem Wunsch nach deutschsprachigen Ansprechpersonen in allen kommunalen Bürgerservices.

 

Ein starkes Signal für Nordschleswig

Was diesen Abend besonders machte, war nicht nur das Programm – sondern die Atmosphäre. Hier stand nicht die Parteipolitik im Vordergrund, sondern die Menschen: Bürgerinnen und Bürger, die ihre Heimat lieben und gemeinsam gestalten wollen.
Ob jung oder alt, neu dabei oder seit Jahrzehnten engagiert – der Geist der Versammlung war geprägt von Wertschätzung, Tatkraft und der klaren Überzeugung:
Nordschleswig verdient eine Politik, die zuhört, die verbindet – und die anpackt.
Die Schleswigsche Partei geht motiviert, geschlossen und voller Energie in den Wahlkampf 2025.
Wir haben Erfahrung. Wir haben neue Ideen. Wir haben ein Ziel: Ein starkes Nordschleswig für alle.