Grüner Wandel

Wir setzen uns für einen grünen Wandel ein, bei dem es sowohl um Energie, Klima, Natur und Umwelt als auch darum geht, dass der Alltag in ganz Nordschleswig funktioniert. Der Wandel muss auf erneuerbaren Energien, einem sparsamen Umgang mit Ressourcen und einem gezielten Schutz von Natur, Wasser und Grundwasser beruhen. Gleichzeitig müssen die Kommunen und die Bevölkerung einbezogen werden, und Projekte müssen regionale Wertschöpfung und Umweltbelange miteinander verbinden.

Energie und Klima

Wir leben in einer modernen, technologisch hochentwickelten und zunehmend digitalisierten Gesellschaft. Entsprechend hoch ist unser Energiebedarf, der in Zukunft weiter steigen wird.

Strom aus erneuerbaren Quellen wird die Energieform der Zukunft sein. Die Nutzung der fossilen Brennstoffe Öl, Kohle und Gas, die zu den Ursachen der globalen Erwärmung und der daraus resultierenden Klimaveränderungen gehört, muss so schnell wie möglich beendet werden.

Neben der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen müssen auch die Speicherung und der Transport von Energie als Teil der Energiewende verstanden werden. Dasselbe gilt für die Energieeffizienz. Unabhängig von der Quelle sollte Energie grundsätzlich sparsam und vernünftig genutzt werden.

Eine schnelle und erfolgreiche Energiewende ist Voraussetzung für den Klimaschutz.

Natur und Umwelt

Die kommenden Generationen wünschen sich, dass wir ihnen eine saubere und artenreiche Natur hinterlassen. Dies kann nur mithilfe einer nachhaltigen Entwicklung und gezielter Schutzmaßnahmen gewährleistet werden.

In diesem Zusammenhang spielt die Forschung eine wichtige Rolle und muss daher unterstützt werden. Umweltbewusstsein sollte eingefordert und belohnt werden. Schäden und Schadstoffe müssen nach dem Grundsatz beseitigt werden, dass die verursachende Seite die Kosten trägt.

Zusammenarbeit und Rückhalt vor Ort

Der grüne Wandel muss gemeinsam getragen werden: Die Kommunen müssen proaktiv zusammenarbeiten, die Bevölkerung muss frühzeitig einbezogen werden, und grüne Projekte müssen mit regionaler Wertschöpfung und Umweltbelangen verknüpft werden.

Wir setzen uns ein für

Energiewende und erneuerbare Energien

Zu den Quellen für grünen Strom gehören unter anderem Solarenergie, Onshore- und Offshore-Windenergie sowie Biomasse. Die Biomasse sollte hauptsächlich aus biologisch abbaubaren Abfällen bestehen, die in Haushalten und in der Tierhaltung anfallen. Biomasse sollte ausschließlich aus erneuerbaren regionalen Quellen stammen.

Die Schleswigsche Partei setzt sich für eine strategische Nutzung und den Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen ein. Grundsätzlich befürworten wir auch den Bau der dafür erforderlichen Anlagen an Land. Darüber hinaus setzen wir uns für Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz ein.

Energiespeicherung, Energietransport und Energieeffizienz

Neben der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen müssen auch die Speicherung und der Transport von Energie als Teil der Energiewende verstanden werden. Dasselbe gilt für die Energieeffizienz. Unabhängig von der Quelle sollte Energie grundsätzlich sparsam und vernünftig genutzt werden.

Kommunale Zusammenarbeit, Beteiligung der Bevölkerung und regionale Wertschöpfung

Die Kommunen arbeiten zusammen und engagieren sich im Interesse Nordschleswigs proaktiv für die Energiewende. Die Bevölkerung muss einbezogen werden, um Akzeptanz für die Energiewende und die Bereitschaft zur Mitwirkung zu schaffen.

Projekte zur Energieerzeugung müssen stärker als bisher mit regionaler Wertschöpfung verknüpft werden. Der Bau von Anlagen zur Energieerzeugung, Energiespeicherung und zum Energietransport muss unter Berücksichtigung der Umwelt erfolgen.

Klimaverantwortung

Es wird aktiv daran gearbeitet, Strategien und Maßnahmen zum Schutz des Klimas umzusetzen. Die Klimaziele der Vereinten Nationen* müssen dafür den Rahmen bilden. Ziel muss sein, dass der durch den Klimawandel verursachte Temperaturanstieg die Obergrenze von 2 Grad Celsius nicht überschreitet. Dies lässt sich am besten durch grenzüberschreitende und internationale Zusammenarbeit gewährleisten. Auch konkrete Maßnahmen auf lokaler Ebene sind notwendig.

*Das Temperaturziel des Pariser Abkommens ist, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen und eine Begrenzung auf 1,5 °C anzustreben.
UNEP geht in seinem Bericht von 2025 davon aus, dass die Welt den Wert von 1,5 °C als mehrjährigen Durchschnitt wahrscheinlich innerhalb des nächsten Jahrzehnts überschreiten wird.
Das 2-Grad-Ziel ist weiterhin erreichbar, erfordert jedoch wesentlich schnellere und umfangreichere Anstrengungen als die derzeitigen Zusagen und politischen Maßnahmen.

Ressourcen, Abfall und Recycling

In allen Bereichen muss auf einen sparsamen Umgang mit Ressourcen geachtet werden. Durch Produktion und Konsum entstehen große Abfallmengen, die eine Belastung für die Umwelt darstellen.

Abfälle müssen reduziert oder vollständig vermieden werden. Gleichzeitig muss das Recyclingsystem verbessert und ausgebaut werden. Es werden Maßnahmen eingeführt, damit Abfälle in privaten Unternehmen und im öffentlichen Bereich so weit wie möglich vermieden oder sachgerecht entsorgt werden.

Der Verkauf pfandfreier Getränkedosen im Grenzhandel wird eingestellt. Die Vermüllung der Landschaft wird gezielt bekämpft.

Wasser, Abwasser und Überschwemmungen

Fließgewässer bilden die Grundlage für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und erfüllen darüber hinaus eine wichtige Funktion bei der Ableitung von Oberflächenwasser. Deshalb müssen Fließgewässer geschützt und gepflegt werden.

Die Wasserqualität in Seen und Küstengewässern wird gesichert. Die Modernisierung von Kläranlagen und die Trennung der Abwassersysteme werden ausgeweitet. Die Einleitung ungeklärten Abwassers in Fließgewässer muss vollständig beendet werden.

Umweltfreundliche und ökologische Landwirtschaft wird unterstützt. Landschaftspflegeprojekte in Feuchtgebieten werden durch freiwillige Pflegevereinbarungen mit landwirtschaftlichen Betrieben gefördert. Stillgewässer und Fließgewässer werden renaturiert, um ihre Selbstreinigungskraft zu stärken.

Es werden Maßnahmen gegen eine weitere Flächenversiegelung eingeleitet – auch auf privaten Grundstücken. Die natürliche Versickerung von Regenwasser muss gewährleistet werden. Die Wasserqualität der Fließgewässer wird geschützt und ihre Funktion bei der Ableitung von Regenwasser erhalten.

Bei der Abwehr von Hochwassergefahren kann pragmatisch gehandelt werden. Bei drohenden Katastrophen müssen rechtzeitig Lösungen gefunden werden, auch grenzüberschreitend.

Grundwasser und Trinkwasser

Die Qualität des Grundwassers muss gesichert werden.

Die Verwendung von Chemikalien, die nachweislich in das Grundwasser gelangen können, wird verboten. Gefährliche Deponien werden intensiv überwacht, und notwendige Maßnahmen zum Schutz der Umwelt werden eingeleitet.

Unser Trinkwasser wird geschützt. Wer durch Schutzmaßnahmen in den Nutzungsrechten am eigenen Grundstück eingeschränkt wird und dadurch finanzielle Verluste erleidet, muss eine entsprechende Entschädigung erhalten.

Landschaft, grüne Infrastruktur und Biodiversität

Die Landschaft Nordschleswigs trägt wesentlich zum besonderen Charakter unseres Landesteils bei. Die Kulturlandschaft ist ein Produkt der Geschichte und ein wichtiger Teil unseres kulturellen Erbes. Einzigartige Naturlandschaften bereichern die Umwelt und tragen zur Biodiversität bei. Deshalb müssen sie geschützt werden. Monokulturen müssen vermieden werden.

Die Landschaftspflege in Nordschleswig wird gezielt unterstützt, auch in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, um den Landesteil für die Menschen attraktiv zu gestalten, die dort leben oder zu Gast sind.

Die grüne Infrastruktur wird sowohl in Städten als auch in Dörfern weiterentwickelt und ausgebaut. Dabei müssen auch Flächen für wilde Natur eingeplant werden.

Die Bepflanzung der Straßenränder wird verstärkt. Alleen und Hecken sind historisch wertvolle Elemente der Kulturlandschaft. Deshalb müssen ihre Anpflanzung und Pflege verstärkt werden.

Einzigartige Naturräume sollen nach Möglichkeit unberührt bleiben. Naturräume sollen zunehmend miteinander vernetzt werden, damit sich Pflanzen und Tiere ungestört entwickeln können.

Es muss möglich sein, im Zusammenhang mit Projekten, die in geschützte Flächen eingreifen, Ausgleichsflächen zu schaffen.

Infrastruktur als Teil des grünen Wandels

Infrastrukturanlagen werden nachhaltig instand gehalten, geplant und gebaut. Wenn notwendige Infrastrukturprojekte Eingriffe in die Natur verursachen, werden Ausgleichsmaßnahmen ergriffen.

Die Bevölkerung wird frühzeitig einbezogen, wenn Infrastrukturprojekte geplant werden. Dabei kann gegebenenfalls auch eine Beteiligung am Eigentum angeboten werden.

Städte und ländliche Gebiete werden zu gleichen Bedingungen und flächendeckend versorgt. Wenn die Versorgung durch private Unternehmen erfolgt, müssen die politisch Verantwortlichen für die Gleichbehandlung von Städten und ländlichen Gebieten sorgen.

Schleswig-Holstein wird ebenfalls in die Planung von Infrastrukturprojekten einbezogen, wenn eine solche Zusammenarbeit sinnvoll ist.

Mobilität und nachhaltiger Verkehr

Die Schleswigsche Partei setzt sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik ein. Nordschleswig ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Deshalb müssen Verkehrs- und Infrastrukturprojekte, wo es sinnvoll ist, kommunenübergreifend und über die deutsch-dänische Grenze hinweg geplant und umgesetzt werden.

Straßenanlagen werden umweltverträglich gestaltet. Der öffentliche Nah- und Regionalverkehr wird gestärkt – auch durch den Ausbau flexibler Mobilitätsangebote. Neue Technologien werden berücksichtigt und bei der Lösung von Verkehrsproblemen eingesetzt.

Der Güter- und Personenverkehr wird von Straße und Luft auf die Schiene und den Schiffsverkehr verlagert. Der Bahnverkehr in Nordschleswig und Schleswig-Holstein wird durch kompatible Elektrozüge miteinander verbunden.

Die Verkehrsverbindungen in Nordschleswig werden verbessert. Die Verkehrssicherheit an Unfallschwerpunkten wird durch geeignete Maßnahmen erhöht. Städtische Gebiete werden mithilfe verkehrsberuhigender Maßnahmen als Lebensräume attraktiver gestaltet.

Das Radwegenetz wird ausgebaut und die Sicherheit erhöht, da der Radverkehr zunimmt. Fuß- und Wanderwege werden ausgebaut.

Ländliche Räume

Die Infrastruktur in ländlichen Räumen wird weiterentwickelt und mindestens auf dem gleichen Niveau wie in den Städten erhalten. Gute Verkehrsverbindungen zwischen ländlichen Räumen und Städten werden gewährleistet. Dazu gehören sowohl attraktive Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch die Unterstützung alternativer Mobilitätsangebote wie beispielsweise Fahrgemeinschaften.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Das deutsch-dänische Grenzland soll durch die gezielte Förderung der kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu einer gemeinsamen Kultur- und Wirtschaftsregion zusammenwachsen.

Bestehende Barrieren, beispielsweise technischer, rechtlicher, politischer, physischer, kultureller oder sprachlicher Art, müssen weiter abgebaut werden, und die dafür notwendigen Mittel müssen bereitgestellt werden.

Bestehende Kompetenzen nördlich und südlich der Grenze müssen grenzüberschreitend besser genutzt werden.

Der politische Dialog muss intensiviert werden.

Auf der jeweils geeigneten Ebene muss ein systematischer und grenzüberschreitender Informationsaustausch stattfinden, beispielsweise in der Regionalplanung, bei großen Projekten und in Umweltfragen.

Die grenzüberschreitende Infrastruktur muss ausgebaut werden.

Grenzüberschreitende Verantwortung

Nordschleswig ist Teil einer größeren Region, und Herausforderungen im Klima- und Umweltbereich enden nicht an der Grenze. Deshalb wollen wir die Zusammenarbeit mit Norddeutschland und der EU bei nachhaltigen Lösungen stärken, die sowohl vor Ort als auch international von Nutzen sind.

Warum das im Alltag wichtig ist

Beim grünen Wandel geht es nicht nur langfristig um das Klima – er ist im Alltag spürbar. Wenn wir Energie intelligenter nutzen und mehr erneuerbare Energie erzeugen, kann dies zu einer stabileren Energieversorgung und langfristig zu niedrigeren Energierechnungen führen. Wenn wir Wasser, Natur und Grundwasser besser schützen, geht es um sauberes Trinkwasser, weniger Überschwemmungen und eine gesündere Umwelt in der Nähe des eigenen Zuhauses. Und wenn wir umweltfreundlichen Verkehr, Abfallvermeidung und Recycling priorisieren, werden die lokalen Gemeinschaften sauberer, attraktiver und besser auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet.

Politische Initiativen

Nachhaltigkeit: Weniger tut’s auch!

Über Nachhaltigkeit wird viel gesprochen, und das kann überwältigend wirken. Aber es ist wichtig, dass das Thema präsent ist und dass wir alle zu Veränderungen beitragen, indem wir Nachhaltigkeit in unserem Leben und Alltag mitdenken.

Reduce, Reuse, Replace kann als Leitgedanke dienen: weniger konsumieren, mehr wiederverwenden und auf weniger belastende Alternativen umsteigen.

Die gesamte Initiative lesen