Danfoss-Chef Jørgen Mads Clausen stößt in einem Beitrag auf nordschleswiger.dk eine wichtige Debatte über die Zukunft Nordschleswigs an. Das Ziel eines starken Nordschleswigs teilt die Schleswigsche Partei uneingeschränkt. Seit vielen Jahren setzen wir uns für eine engere und verbindlichere Zusammenarbeit der vier nordschleswigschen Kommunen ein – ebenso wie für eine noch intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren deutschen Nachbarn im Süden.
Bereits vor der Kommunalreform haben wir die Initiative für eine nordschleswigsche Kooperationsvereinbarung ergriffen, und schon 2013 schlugen wir eine gemeinsame nordschleswigsche Planstrategie vor. Deshalb begrüßen wir es, dass wir in den Kommunen nun auf dem Weg zu einem gemeinsamen Strategieteil in den Kommuneplänen sind. Das ist ein wichtiger Schritt.
Doch das reicht nicht. Die Zusammenarbeit darf nicht von wechselnden politischen Mehrheiten oder einzelnen Vereinbarungen etwa in den Bereichen IT, Einkauf, Bereitschaft oder Tourismus abhängen. Erforderlich ist eine verbindliche und langfristige Kooperationsvereinbarung zwischen den vier nordschleswigschen Kommunen, die alle zentralen Entwicklungsbereiche umfasst. Das würde für mehr Stabilität sorgen und gewährleisten, dass gemeinsame Prioritäten über Wahlperioden hinweg Bestand haben. Gleichzeitig würde es die Schlagkraft Nordschleswigs gegenüber Kopenhagen und nach außen stärken sowie Unternehmen und Investoren die Sicherheit geben, dass unsere Region einen gemeinsamen und langfristigen Kurs verfolgt.
Ein stärkeres Nordschleswig entsteht vor allem durch eine gemeinsame Richtung, gemeinsame Prioritäten und eine verbindliche Zusammenarbeit.
Erwin Andresen
Vorsitzender der Schleswigschen Partei
